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Anmerkungen einer Fachkraft für Arbeitsschutz zur Guten Koordination
19-08-09, 11:04 AM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19-08-09 11:05 AM von G. Blochmann.)
Beitrag: #1
Anmerkungen einer Fachkraft für Arbeitsschutz zur Guten Koordination
Eine gute Koordination fängt mit der Planungsidee an, durch gleichwertige Beschreibung der Arbeitsschutzziele neben den anderen Projektzielen wie Kosten und Termintreue in die Projektbeschreibung.

Gute Koordination auf dem Bau ist für mich nicht nur eine Funktion, die gesetzlich zu erfüllen ist, sondern eine Tätigkeit, die man fast mit Sozialarbeit / Entwicklungshilfe vergleichen kann.

Der Koordinator hat die Projektbeteiligten zu gewinnen (nicht zu
überzeugen) ein Projekt universal, gemeinschaftlich zu entwickeln. Dazu gehört neben Vorbildfunktionen, eine leicht erzieherische Ader des Koordinators, seine spielende, spaßig (nicht belehrende) Mithilfe in den verschiedensten Phasen des Projekts, auf die man nicht verzichten will!

Auch das gemeinschaftliche ideelle Erfolgserlebnis gehört dazu, d. h. eine Art Feedback beim Projektabschluss, was durch die wechselseitige Information gemeinsam erreicht bzw (nicht) erreicht wurde.

Voraussetzung ist M. E. hierzu eine universelle Ausbildung (Begleitung durch Mentor) eines jungen Koordinators sowie das konstruktive Mitwirken der zu koordinierenden Partner (Auftraggeber, Auftragenehmer, Behörde, Koordinator).

Gute Koordination scheitert vielfach an der inviduellen Einstellung des Gegenübers, der Beteiligten, weil

Hinweise, Protokolle als lästiges Zeugnis und nicht als Präventionshilfe
verstanden werden
man sich nicht mehr bewegen will und
man die Kölsche Mentalität lebt "es hat schon immer gut gegangen".

H. Ritscher
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19-08-09, 01:54 PM
Beitrag: #2
RE: Anmerkungen einer Fachkraft für Arbeitsschutz zur Guten Koordination
Der Beitrag trifft in seinem Tenor auch "meine Idee" von SiGe-Koordination auch wenn ich einige Rückfragen zum Verständnis habe (z.B. Entwicklungshilfe).
Ich sehe den Sicherheitskoordinator als einen vom Bauherrn bezahlten Dienstleister hinsichtlich Sicherheit für das Zusammenwirken der Firmen. Er ist dafür da, dass die Firmen sicherer arbeiten können. Er ist eine Art Libero, der ein bestimmtes Zeitbudget hat, sich um das Zusammenwirken der Firmen zu kümmern, dass es "sicher und glatt" läuft. Wenn es das tut, dann hat er seinen Job gut gemacht.
Ein Streben nach Maximalpositionen in Sachen Sicherheit ist dabei nicht hilfreich. Er muss den Sinn der Arbeitsschutzvorschriften kennen, um diese sicher (und nicht buchstabengetreu) anzuwenden. Der Sicherheitskoordinator hat dabei auch Nutzen und Risiken abzuwägen. Der Projektfortschritt ist dabei auch für ihn wichtig, denn bei einem Stottern der Abläufe ist die Gefahr groß, dass gegen Projektende zuviel auf einmal abläuft (um den Endtermin zu halten) und die Koordination dadurch unmöglich wird.
C.- Brossmann
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