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Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
02-07-09, 11:06 AM
Beitrag: #1
Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Die meisten Experten der Befragung sind der Meinung, dass im Sinne der Prävention Aspekte der Baukoordination und SiGeKos bereits in frühe Planungsphasen einbezogen sein sollen. Insbesondere die Entwurfsverfasser stimmen dieser Auffassung nicht zu.

Wie kann dieser Konflikt gelöst werden?
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16-07-09, 11:34 AM
Beitrag: #2
RE: Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Den Entwurfsverfassern muss die Angst genommen werden, dass ihnen jemand ins Handwerk pfuscht.
Ein guter Koordinator muss die Gefühlslagen und Anliegen eines Entwurfsverfassers verstehen können. Architekten haben oft eine sehr eigene Sicht der Welt, was ja auch richtig ist. Der Koordinator muss einfühlsam seine Belange von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz vorbringen und GEMEINSAM mit dem Architekten eine gute Lösung suchen. Dafür muss der Koordinator aber auch gut genug sein um Alternativen zur 08/15-Lösung aufzeigen und auch mal neue Wege gehen zu können.
Überzeugt werden können die Entwurfsverfasser nur durch sehr gute Erfahrung die sie mit sehr guten Koordinatoren gemacht haben. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass nach 1-2 guten Projekten die Angst der Architekten vergeht und sie im Besten Falle dankbar über unsere Beratung in der frühen Planungsphase sind. Mache drängen ihre Auftraggeber sogar dazu uns früh genug zu beauftragen.
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03-08-09, 12:03 PM
Beitrag: #3
RE: Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Einerseits scheint es also vorteilhaft zu sein, wenn der Koordinator selbst Architekt ist, um sich in die Anliegen und Gefühlslagen des Entwurfsverfassern hineinzuversetzen und mit überzeugenden Lösungsalternativen bei ihm landen zu können.
Andererseits könnte dies das Konkurrenzemfinden beim Entwurfsverfasser verstärken, dass der Koordinator ins Werk pfuscht und eigentlich der bessere Architekt ist ...
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04-08-09, 05:35 PM
Beitrag: #4
RE: Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Ich denke da ist das Selbsverständinis des Koordinators wichtig. Auch wenn der vielleicht ein guter Architekt ist, so muss er sich doch zurückhalten und sich auf die seinem Auftrag entsprechenden Aspekte, die der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes, beschränken. So was nennt man dann professionelles Auftreten und seinen Job gut machen.
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06-08-09, 10:39 AM
Beitrag: #5
RE: Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Ich bin der Meinung, dass die jeweilige Ausbildung bzw. berufliche Herkunft nicht der ausschlaggebende Punkt für eine konstruktive Zusammenarbeit ist.
Dis Zusammenarbeit der einzelnen Projektbeteiligten basiert - theoretisch jedenfalls - auf dem gegenseitigen Respekt der jeweiligen Tätigkeit. Des Weitern bezieht sich eine wichtige charakteristische Eigenschaft von Teamarbeit, auf das Eingestehen der eigenen Grenzen bzw. Wissensdefizite. Ich denke jeder im Planungsteam - unabhängig von der Hierarchie - sollte beim Erreichen dieser Grenzen zusätzliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Doch ist dieses Eingestehen der eigenen Grenzen wahrscheinlich ein grundsätzliches Problem der Menschheit!
Erstaunlich ist jedoch, das es in anderen Bereichen des Bauwesens scheinbar funktioniert. Die spezifischen Tätigkeiten von Fachplanern werden jedenfalls nicht so stark in Frage gestellt, oder?
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14-08-09, 01:10 PM
Beitrag: #6
RE: Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Den Koordinator als Beteiligten und zu Respektierenden gibt es ja auch noch nicht so lange wie Tragwerksplaner oder andere Fachplaner.
Zudem gab es bei der Einführung des Koordinators nach BaustellV, so wie ich das mitbekommen habe, ordentlichen Wildwuchs. Viele hatten nicht viel Ahnung von dem was sie da machten, waren aber ordentlich im Geschäft. Erst in den letzten paar Jahren erkenne ich, dass sich die Qualität der Koordinatoren bessert. Ob aus eigenem Antrieb oder aufgrund gestiegener Erwartungen der Auftraggeber sei dahin gestellt.
Die Aufgabe der gesammten Koordinatorenschaft ist es immer so gut zu sein, dass das die eigene Leistung als Vorbild dienen kann. Erst wenn wir auf breiter Front bewiesen haben was Koordinatoren können und wie sinnvoll es ist auf sie zu hören, werden wir den Respekt bekommen den unsere (lebens-) wichtige Aufgabe verdient.
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25-08-09, 06:56 PM
Beitrag: #7
RE: Einbeziehung der Baukoordination in frühe Bauprozesse
Ich stimme zu. Auf breiter Front muss beweisen werden, was gute Koordniation bzw. ein guter Koordinator ist. Wir sollten Koordinator auch als eine Art Lehrberuf auffassen. Es sollte nicht sein, dass unerfahren Koordinatoren bei großen Projekten in die Verantwortung kommen. Ihre Arbeit kann kaum gute Koordination sein. So kann viele vorbildliche Arbeit zu nichte machen. Ich selbst lerne auch nach 10 Jahren Koordination auf jeder Baustelle noch hinzu.
C. Brossmann
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